Weihnachtskarte mit Linoldruck

Weihnachtskarte mit Linoldruck

Idee für eine wunderschöne, dezente Weihnachtskarte mit Linoldruck

Drucken habe ich ja schon immer geliebt: Siebdruck in der Schule, im Studium die Arbeit mit alten Druckmaschinen. Vor einiger Zeit habe ich den Linoldruck wiederentdeckt. Habt ihr den auch noch aus eurer Schulzeit als etwas angestaubt in Erinnerung? Das wird ihm nicht gerecht. Es gibt so viele tolle Künstler und Illustratoren, die mit Linoldruck großartige Werke schaffen. Googelt mal.

Ich habe in diesem Jahr Weihnachtskarten mit der Linolplatte bedruckt. Eigentlich ganz simpel, mit nur einer Farbe. Und auch etwas faul, weil der Kranz durch die Farbaussparung entsteht (und nicht wie bei einem Stempel ausgeschnitten ist, >Weißlinienschnitt). Wenn euch das Ergebnis gefällt, dann probiert es aus! Es ist wirklich nicht schwer. An dieser Stelle findet ihr eine einfache Anleitung. Wer es genauer braucht, findet zahlreiche Anleitungen und Videos zum Linolschnitt im Netz.


Das braucht ihr für diese Karte:

weiße Karten (A6, als Klapp- oder Postkarte) und Umschläge (C6)
Metallic-Tonpapier (zum Beispiel hier unter Zubehör)
Schere oder Skalpell+Lineal+Unterlage
Linolium-Platte ca. 13,5cm x 9cm
Linolschnittmesser (ganz einfache reichen für diese Karte aus)
Bleistift
Reinigungsbenzin (empfohlen, zum Beispiel aus dem Baumarkt) und Küchenpapier
weiße Linoldruckfarbe
Farbwalze
Unterlagen für die Farbe (Glasplatte, Plastikmatte) und zum Drucken
Esslöffel oder zweite Walze
Sprühkleber oder Doppelklebeband (zum Beispiel hier unter Zubehör)

 

So geht's


1. Druckplatte herstellen

> Zeichnet mit einem Bleistift euer gewünschtes Motiv - in diesem Fall einen Kranz - auf die Linolium-Platte. Vergesst dabei nicht, dass das Motiv später spiegelverkehrt gedruckt wird. Bei diesem Kranz ist das aber nicht weiter von Bedeutung. Ich habe zuerst mithilfe eines Glases einen Kreis und darauf den Kranz aufgezeichnet. Für den Kranz habe ich flächige Blätter und Tannennadeln aus einfachen Linien kombiniert. Natürlich könnt ihr auch euer ganz eigenes Motiv zeichnen.

>Schneidet nun euer Motiv mit dem Linolmesser in die Platte.

> Reinigt die Platte vor dem Drucken mit Reinigungsbenzin. An Stellen mit auch nur minimalen Fettresten lässt sich die Farbe nicht gut aufbringen und der Druck wird unregelmäßig.

 

2. Drucken

> Schneidet euer Papier zurecht: Ein A4-Papier ergibt in der Höhe und Länge jeweils halbiert vier Blätter in der Größe A6.



> Tragt für einen Testdruck wenig Farbe auf die (Glas-)Platte auf und verteilt sie mit der Farbwalze bis eine dünne, gleichmäßige Fläche entsteht und auf der Farbwalze die Farbe ebenfalls dünn und gleichmäßig aufgetragen ist. Färbt dann mit der Walze eure Druckplatte gleichmäßig ein.



>Legt auf die Druckplatte ein A6-Blatt. Für den Testdruck kann das gerne ein billiges Papier sein. Drückt nun das Papier mit einer Walze oder der Rückseite eines Esslöffels fest auf die Platte, so dass das Papier die Farbe gut annimmt.


> Zieht das Papier ab. Der erste Druck ist fertig.


> Wer möchte und falls nötig, kann die Druckplatte jetzt noch einmal nachbearbeiten (vorher mit etwas Wasser reinigen).


> Für die finalen Drucke verfahrt ihr wie oben beschrieben. Achtet darauf, nicht zu viel Farbe auf die Druckplatte zu schütten, gebt lieber nach und nach immer wieder Farbe dazu.


> Legt die Drucke zum Trocknen aus.

 

3. Karten fertigstellen


> Jetzt klebt ihr die bedruckten Blätter mit Sprühkleber oder Doppelklebeband auf die weißen Karten - und fertig sind eure wunderschönen, selbst gedrucken Weihnachtskarten!

 

Viel Spaß beim Selbermachen!